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Bericht zum WetterWeltCup 2015

geschrieben von  Freitag, 07 August 2015 00:00

wetterwelt-logoGenau rechtzeitig zum WetterWelt-Cup am ersten Juniwochenende hielt auch der Sommer auf der Kieler Förde Einzug. Zu der ursprĂŒnglich fĂŒr die X99 und X79 ins Leben gerufene Regatta in der Strander Bucht fanden sich in diesem Jahr insgesamt 16 J80, 8 Albin Express und erstmalig auch die 5.5er, unterteilt in Classic, Evolution ein. Neben dem Sonnenschein hatte der Wettergott auch fĂŒr reichlich Wind gesorgt. So stand den fĂŒr Samstag und Sonntag geplanten 6 Wettfahrten nichts mehr im Wege.


Nach der Steuermannsbesprechung mit den bewĂ€hrt professionellen Winddaten von 
Meno Schrader, ging es am Samstag 12:30 auf die Bahn. Die 
J80 starteten als erste Gruppe, gefolgt von den 5.5er und den Albin Express. Der böige 
Westwind forderte den Taktikern und Steuerleuten mit seinen Drehern alles ab und 
machte die AnnĂ€herung an die Luvmarke vor der Mole von Schilksee zu einem 
Ă€ußerst anspruchsvollen Unterfangen. Auf dem Downwindkurs galt es dann, sich fĂŒr 
die richtige Seite zu entscheiden, um entweder mit 14 Knoten zum Leefass zu gleiten 
oder mit quĂ€lenden 8 Knoten runter zu „treiben“.  
Die im Laufe des Tages bis zu 28 Knoten starken Böen wurden dem ein oder anderen
Boot allerdings auch zum VerhĂ€ngnis, so dass reichlich SonnenschĂŒsse und
verpatzte Manöver zu sehen waren. 
Auch uns erwischte es in FĂŒhrung liegend, als sich das Gennakerfall am Leefass 
entschloss in seiner Klemme zu bleiben. So verlĂ€ngerten wir die ohnehin sehr lang ausgelegte 
Bahn um 500m unfreiwillig und ordneten und im Mittelfeld wieder in die
letzte Kreuz ein. Zumindest was die Nummer der Bahn anging, hatte die 
Wettfahrtleitung ein Einsehen. So wurde ab der zweiten Wettfahrt von 3 auf 2 Runden reduziert. Die 
EnttĂ€uschung aus dem Patzer im ersten Rennen noch nicht ganz aus dem Kopf, gelang 
uns leider auch im zweiten Lauf keine gute Platzierung, was die frĂŒhe Hoffnung 
aufkommen ließ, diesmal zumindest nicht wieder auf dem "beliebten" Schreibplatz zu 
landen.
Das dritte und letzten Rennen des ersten Tages fand dann ohne die Klasse der 5.5er
statt, die sich lieber schon mal bei Kaffee und Kuchen auf die anstehende Herausforderung 
beim abendlichen WĂŒrstchengrillen vorbereiten wollten. Auf den Albin Express herrschte 
mittlerweile Einigkeit darĂŒber, dass es AbwĂ€rts auch ohne Spi ausreichend schnell ging. 
Allerdings sollen gerĂŒchteweise auch einige J80 Downwind ohne Gennaker gesichtet 
worden sein.
ZurĂŒck im Hafen gab es dieses Jahr wieder das bereits erwĂ€hnte obligatorische Grillen 
im Garten des Yachtclubs Strande, im Laufe dessen neben dem erlebten auf dem
Wasser und diverser Protestverhandlungen auch forstwirtschaftliche Maßnahmen zur 
Erzielung weiterer abendlicher Sonnenstunden diskutiert wurden. 

Am nÀchsten Morgen ging es dann bei unverÀndertem Wind und Sonnenschein um
10:45 in den 2. Tag. Die gegenĂŒber dem Vortag leicht gesunkenen Temperaturen 
konnten nicht verhindern, dass die jungen Wilden der J80-Klasse im zweiten Rennen des
Tages einem kollektiven FrĂŒhstart hinlegten. Eine umgehende Disziplinierung
per Blackflag seitens der Wettfahrtleitung zeigte allerdings Wirkung und so
gab es nach 6 Wettfahrten bei traumhaften Bedingungen (wobei in der 5.5er Klasse am 
Sonntag nur noch eine Wettfahrt gesegelt wurde) auf den PodiumsplĂ€tzen der J80 Klasse 
drei punktgleiche Boote. Platz 1 ging an die Diven, Platz 2 an die Weltspitze auf der Campaign und
Platz 3 mal wieder an die schreibstarke PIKE. 

FĂŒr uns war es ein weiteres schönes Wochenende, um unsere Starkwindeinstellung fĂŒr die 
WM zu optimieren. Wenngleich zu vermuten ist, das spĂ€testens nach der Kieler Woche das 2015er 
Windkontingent aufgebraucht sein könnte.


Mit freundlichen GrĂŒĂŸen 

Carsten Hopp